Alternative Betriebssysteme
Haben Sie es satt sich ständig so viele Gedanken über Viren, Würmer, Trojaner und andere Schädlinge machen zu müssen? Wenn ja, dann wechseln Sie doch einfach zu einem anderen Betriebssystem, eines für das derzeit nur wenige oder gar keine Schädlinge existieren. In dieser Rubrik werden wir Ihnen einige gute, stabile und zuverlässige Alternativ-Betriebssysteme vorstellen.
Mac OS X
Mac OS X von Apple ist ein sehr benutzerfreundliches Betriebssystem, es lässt sich leicht und intuitiv bedienen, zudem arbeitet es sehr stabil und zuverlässig. Es basiert auf der sicheren Unix-Architektur und bietet so von Haus aus schon einige Sicherheitsvorteile gegenüber Windows-Betriebssystemen.
Hinzukommt das Mac OS X aufgrund der geringen Verbreitung (weniger als 10% Marktanteil) derzeit noch kein attraktives Ziel für Internetkriminelle darstellt.
Es existieren derzeit nur sehr wenige Schädlinge für Mac OS X, dennoch ist es ratsam sich einen Virenschutz zu installieren, so ist man geschützt falls es in Zukunft doch den ein oder anderen Schädling mehr für Mac OS X geben sollte. Empfehlen können wir Ihnen den kostenlosen Open Source Virenscanner „ClamXav“ oder den kostenpflichtigen „VirusBarrier“ von Intego.
Wie bei jeder anderen Software gibt es auch bei Mac OS X hin und wieder Sicherheitslücken, diese werden aber nur selten von Internetkriminellen genutzt und zudem relativ schnell von Apple behoben. Das bedeutet aber auch, dass auch bei Mac OS X das Aktualisieren des Betriebssystems oberste Priorität hat. Um sicherzustellen das Mac OS X sicher und stabil bleibt sollten Sie mindestens einmal im Monat eine Softwareaktualisierung durchführen.
Der einzige wirkliche Nachteil von Mac OS X ist der relativ hohe Preis, denn man kann das Betriebssystem nur zusammen mit einem Mac-Computer von Apple erwerben (ab 500 Euro aufwärts).
Vorteile
- sichere Unix-Architektur
- schönes Design
- stabil & zuverlässig
- sehr benutzerfreundlich
- geringe Verbreitung
- kaum Schädlinge vorhanden
Nachteile
- relativ hoher Preis, da nur zusammen
- mit Mac-Computer zu erwerben
- nicht ganz so große Softwareauswahl
- wie für Windows-Betriebssysteme
Fazit
Wer es sich leisten kann, sollte den kauf eines Mac-Computers in Erwägung ziehen, die vielen Vorteile sprechen für sich. Wer kein Geld ausgeben möchte, aber dennoch ein sehr gutes Betriebssystem haben möchte, für den sollten Linux und PC-BSD interessant sein.
Linux
Bis vor ein paar Jahren war Linux nur etwas absolute Computerexperten, das hat sich mittlerweile aber zum Glück grundlegend geändert, denn viele Linux-Distributoren haben ihre Linux-Pakete auf einfache Bedienung und Benutzerfreundlichkeit getrimmt. Die bekanntesten Distributionen sind wohl SuSe Linux und Ubuntu, beide können kostenlos aus dem Internet geladen werden. Es gibt mehrere Tausend zusätzliche Software-Programme für Linux, von der umfangreichen Office-Suite, über die komfortable Bildbearbeitungssoftware, bis hin zum Kartenspiel für zwischendurch, ist alles dabei was man sich nur vorstellen kann und das alles auch noch völlig kostenlos. Viele Software-Programme liegen auch schon den Linux-Paketen der Hersteller bei, ansonsten können Sie sich die Programme einfach aus dem Internet nachladen. Mit Hilfe der Software „Wine“ können Sie sogar viele Ihrer bisherigen Windows-Programme auch weiterhin unter Linux nutzen. Selbst Hardwareprobleme gehören mittlerweile der Vergangenheit an, die oben erwähnten Linux-Distributionen sollten auf den meisten Computern problemlos funktionieren.
Linux ist Open-Source-Software, was bedeutet das jeder den Programmcode von Linux einsehen und überprüfen darf, dadurch können Fehler und Sicherheitslücken im Betriebssystem schnell gefunden und mit Updates behoben werden. Aber nicht das Sie jetzt denken, dass Linux das einzige Betriebssystem mit Sicherheitslücken ist, denn jedes Betriebssystem hat hin und wieder Sicherheitslücken, die mit Updates geschlossen werden müssen. Im Gegensatz zu Windows geht Linux aber offener mit dem Thema Sicherheitslücken um (da Open-Source), was einen Sicherheitsvorteil gegenüber Windows darstellt. Aufgrund der geringen Verbreitung (ca. 1,95% Marktanteil) und der zugrunde liegenden sicheren Unix-Architektur, existieren für Linux derzeit (so gut wie) keine Computerschädlinge, wie Viren, Würmer, Trojaner oder Spyware. Auch wenn es derzeit keine Schädlinge für Linux gibt, sollten Sie dennoch einen Virenschutz installieren, um Ihren Freunden oder Geschäftspartnern nicht ausversehen einen Windows-Schädling z.B. per Mail weiterzuschicken.
Wenn Sie Windows nicht ganz den Rücken kehren wollen, weil Sie vielleicht auch aktuelle Computerspiele spielen oder ein ganz bestimmtes Programm benutzen möchten, was noch nicht unter Linux funktioniert, dann können Sie Linux auch ganz einfach parallel zu Ihrem bestehenden Windows auf Ihrer Festplatte installieren. Mit Windows können Sie dann weiterhin die neusten Computerspiele spielen und Linux benutzen Sie, wenn Sie sicher im Internet surfen möchten. Wenn Sie Linux erstmal nur testen und noch nicht installieren möchten, dann empfiehlt sich eine sogenannte Live-CD. Linux startet direkt von der CD-Rom bzw. DVD-Rom, eine Installation ist nicht erforderlich.
Vorteile
- allgemeine Sicherheit
- derzeit so gut wie keine Probleme mit Computerschädlingen
- OpenSource
- kostenlos
- benutzerfreundlich
- funktioniert auch auf sehr alten Computern und Netbooks
- sehr viele kostenlose Software-Programme verfügbar
Nachteile
- exotische Hardware wird nicht unterstützt
- leichte Umgewöhnung nötig
Fazit
Linux ist ein sehr sicheres Betriebssystem, das viel bietet und dabei völlig kostenlos ist. Zumindest eine Parallelinstallation von Linux zu Ihrem bestehenden Windows sollte Ihnen eine Überlegung wert sein.
